
Eine besonders erfreuliche Beobachtung gelang kürzlich in Sargans: Ein Gartenrotschwanz wurde bei der Fütterung eines Jungvogels beobachtet. Der Nachweis einer erfolgreichen Brut ist bemerkenswert, denn diese einst verbreitete Vogelart ist sowohl schweizweit als auch im Sarganserland selten geworden.
Der Gartenrotschwanz gehört zu den Langstreckenziehern und verbringt den Winter in Afrika. Für eine erfolgreiche Brut ist er auf strukturreiche Lebensräume mit einem guten Angebot an Insekten angewiesen. Solche Lebensräume sind in den vergangenen Jahrzehnten vielerorts verloren gegangen.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wird in Sargans gemeinsam mit der BirdLife Schweiz ein Förderprojekt für den Gartenrotschwanz sowie weitere Zielarten wie den Neuntöter und den Wendehals umgesetzt.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Linknatur GmbH. Sie koordiniert das Projekt vor Ort, bespricht mögliche Aufwertungsmassnahmen mit Grundeigentümern und Bewirtschaftern und begleitet deren Umsetzung.
In den vergangenen Jahren wurden an verschiedenen Standorten in der Gemeinde Sargans ökologische Strukturen wie Strauchgruppen, Asthaufen, Blumenwiesen und weitere naturnahe Elemente geschaffen. Diese bieten Nahrung, Deckung und Brutmöglichkeiten für zahlreiche Tierarten und tragen zur Förderung der Biodiversität bei.
Die Beobachtung eines fütternden Gartenrotschwanzes zeigt, dass solche Massnahmen Wirkung entfalten können. Der erfolgreiche Brutnachweis ist ein positives Zeichen für die ökologische Qualität der Landschaft und ein schöner Erfolg für alle Beteiligten – von den Grundeigentümern und Bewirtschaftern über die Fachleute bis hin zu den Naturschutzorganisationen.
Jeder neu geschaffene Lebensraum kann einen Beitrag dazu leisten, dass charakteristische Vogelarten unserer Kulturlandschaft auch künftig im Sarganserland anzutreffen sind.
